Posts mit dem Label Krieg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krieg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 2. Januar 2013

Das erste Jahr ohne tote deutsche Soldaten

So unblutig ist der Afghanistan-Einsatz für die Bundeswehr seit dem Beginn vor elf Jahren nicht gewesen: Im abgelaufenen Jahr hat Deutschland am Hindukusch erstmals keinen Toten zu betrauern gehabt. Die Truppe hatte Glück, denn Aufständische verübten auch 2012 Angriffe auf deutsche und internationale Soldaten und auf einheimische Sicherheitskräfte in Nordafghanistan. Allerdings hat sich nach Einschätzung der Bundeswehr die Sicherheitslage in ihrem Einsatzgebiet auch tatsächlich deutlich verbessert.

Samstag, 22. Oktober 2011

"Wir sind dann mal weg!"...

... oder um es in Anlehnung an Volker Pispers zu formulieren: "Es sieht hier jetzt zwar sch**ße aus, aber es ist ja euer Land. Macht was draus!"

Montag, 22. November 2010

Der Gipfel der Verlogenheit

Dresden. Bei einer Pressekonferenz auf der heutigen Bundeswehr-Tagung in Dresden äußerte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass sie Verständnis dafür habe, dass Soldaten sagten, es erinnere sie an Krieg, was sie in Afghanistan erlebten. Nachhilfe gefällig, Frau Merkel?

Mittwoch, 10. Februar 2010

US-Soldat nach "Waterboarding" von Tochter festgenommen

Washington. Ein US-Soldat muss sich vor Gericht verantworten, weil er seine vierjährige Tochter nach Art der geächteten Verhörmethode Waterboarding zum Lernen des Alphabets gezwungen haben soll. Wie die Polizei mitteilte, soll Joshua T. das kleine Mädchen im Spülbecken mit dem Gesicht nach oben unter den laufenden Wasserhahn gehalten haben. Der 27-Jährige hielt die Maßnahme für "völlig angemessen".

Dienstag, 22. Dezember 2009

Schwanger werden verboten

Um die Einsatzfähigkeit seiner Truppe zu erhalten, erließ jetzt US-General Anthony Cucolo im Irak den Befehl, dass seine Soldatinnen nicht mehr schwanger werden dürfen. Bei Zuwiderhandlung droht den Schwangeren das Militärgericht...
> mehr...

Montag, 8. September 2008

Die geheimen Methoden der CIA

Wie weit würden Menschen gehen, um den politischen bzw. wirtschaftlichen Einfluss ihres Landes zu sichern oder zu vergrößern? Offenbar weiter als man es sich als Bürger einer Demokratie nach "amerikanischem Vorbild" vorstellen kann.
In der Sendereihe "Die story" zeigte der WDR heute den Beitrag "Folterexperten", in dem der Bogen von den Vorfällen im besetzten Irak 2004 bis in die Konzentrationslager der Nazis zurück gespannt wird. Amerikanische Wissenschaftler und Geheimdienstler kooperierten mit gefangenen KZ-Ärzten, um deren Experimente in den 50er-Jahren fortzusetzen und ihre Erkenntnisse in einem Handbuch für "Nachrichtendienstliche Vernehmungen" (> deutsche Übersetzung) zusammenzufassen. Was in Guantanamo und anderswo mit Gefangenen der Amerikaner geschieht, stützt sich offensichtlich auf die Erkenntnisse in diesem Handbuch - Menschenverachtung als legitimes Mittel amerikanischer Außenpolitik!

Donnerstag, 31. Mai 2007

Bundeswehrskandal von Coesfeld

Angeblich wollten sie ihren Rekruten beibringen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie als Geiseln genommen werden. Deswegen sollen 18 Bundeswehrsoldaten am Standort Coesfeld ihre Untergebenen in Geiselhaft genommen haben. Meldungen, wonach sie auch mit Stromstößen gequält wurden, bestätigten weder Staatsanwaltschaft noch Bundeswehr. Die Ausbilder wurden aber schon vom Dienst suspendiert, die Staatsanwalt ermittelt weiter.

Wie berichtet, sollen die Ausbilder - 17 Unteroffiziere und ein Offizier - die zwei nächtlichen Überfälle im Sommer verübt haben. Das Heerestruppenkommando in Koblenz bestätigte damals, dass Ermittlungen aufgenommen worden seien, als die Übungen ruchbar wurden. Gegen die Ausbilder wurden sofort Disziplinarmaßnahmen eingeleitet: Sie dürfen bis auf weiteres ihren Dienst nicht mehr ausüben. Eine solche fingierte Geiselhaft, so die Begründung der Bundeswehr, sei im Ausbildungsplan nicht vorgesehen und deswegen gegen die Vorschriften.

Mit Stromstößen gequält?

Auch die Staatsanwaltschaft in Münster nahm Ermittlungen auf, weil erste Zeugenaussagen den Verdacht nahe legten, dass strafbare Handlungen begangen wurden. Details wurden zunächst nicht bekannt. Einzelheiten ließ dann am Samstag (20.11.04) der "Spiegel" veröffentlichen: Die Soldaten seien mit einem Kabelbinder gefesselt und auf einem Lastwagen in die Kaserne gekarrt worden; über ihren Köpfen waren graue Stiefelbeutel gestülpt. Dort, so das Magazin weiter, wurden die Soldaten, die vor einer Wand knieten, mit Wasser bespritzt. Zwei Soldaten seien mit Stromstößen "im Hals-, Leisten- und Bauchbereich" gequält worden. Angeblich gibt es auch Hinweise auf Fotos und Filmaufnahmen.

Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) erklärte am Montag (22.11.04) in Berlin zu dem Coesfelder Bundeswehr-Skandal, eine solch schwere Verletzung der Dienstpflicht und solch unverantwortliche Ausbildungsmethoden dürften "in keiner Weise toleriert werden". Den Verantwortlichen für die mutmaßlichen Misshandlungen drohte er schwere Konsequenzen an; neben den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Münster würden auch "disziplinare Ermittlungen" geführt. Alle, die dafür verantwortlich seien, würden dementsprechend auch zur Rechenschaft gezogen, so Struck.

Im Fall der Rekruten-Misshandlung in einer Coesfelder Bundeswehr-Kaserne vor zwei Jahren werden nun doch alle 18 beschuldigten Ausbilder angeklagt. Das Oberlandesgericht in Hamm gab am Donnerstag (10.08.06) einen Beschluss bekannt, der schon am 25. Juli 2006 gefällt wurde. Er hebt eine Entscheidung des Landgerichts Münster auf, das nur neun Anklagen zulassen wollte.

Das Oberlandesgericht hält bei allen Angeschuldigten den für die Eröffnung eines Hauptverfahrens erforderlichen dringenden Tatverdacht für gegeben. Den Ausbildern wird vorgeworfen, im Sommer 2004 Rekruten der Coesfelder Freiherr-von-Stein-Kaserne bei simulierten Geiselnahmen geschlagen und gequält zu haben. Unter anderem sollen Wehrdienstleistende mit Wasser und Strom misshandelt worden sein.

Weitere Informationen zum Thema: