Posts mit dem Label Bildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 25. November 2011

Durch die "Drehtür" zum Abitur?

Wiehl/Oberberg. Dass die Zahl der Schulwechsler im vergangenen Jahr anstieg, hatte auch andere Gründe als die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf acht Jahre (kurz: G8). Manchmal häuft sich eben die Zahl derer, die auf Gesamt- oder Realschule besser aufgehoben sind, weil ihre Eignung erst nachträglich erkannt wird. Trotzdem war es ein Weckruf für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Vizeschuleiter Frank Mistler sagt: „Wir mussten gegensteuern.“

Freitag, 9. September 2011

Endlich - Gemeinschaftsschule in Schilda!

"Die Bürger Schildas waren gemeinhin als äußerst klug bekannt, weswegen sie begehrte Ratgeber der Könige und Kaiser dieser Welt waren. Da die Stadt auf diese Weise langsam aber sicher entvölkert wurde, verlegte man sich auf eine List: Die Schildbürger begannen sich dumm zu stellen, so dumm sogar, dass sie begannen, jede Aussage, auch Metaphern, wörtlich zu interpretieren. Dies war so erfolgreich, dass sie mit der Zeit in ihrer Dummheit verblieben und dafür genauso bekannt wurden wie ehedem für ihre Klugheit."
Soweit informiert uns die Internetenzyklopädie Wikipedia über den Ursprung der bekannten Schildbürgergeschichten. Nachdem 1598 das zweite, und bis jetzt letzte, Buch über die Schildbürger erschien, scheint jetzt die legitime Fortsetzung unter dem Titel "Die Schildbürger gründen eine Gesamtschule" (mittlerweile Gemeinschaftsschule) in Vorbereitung zu sein. Folgende Auszüge aus dem Skript, die bei Bedarf aktualisiert werden, können Sie jetzt schon lesen:

Montag, 4. April 2011

Steinzeit hautnah erlebt

Ratekau/Schleswig-Holstein. Im Rahmen einer Projektwoche sollten die Schüler einer Gesamtschule hautnah erleben, wie die Menschen in der Steinzeit gelebt haben. Da zu jener Zeit das beliebte "Grundnahrungsmittel Fleisch" noch nicht vakuumverpackt in der Kühltheke zu finden war, demonstrierte ein Schülervater (von Beruf Landwirt) kurzerhand, wie man einem süßen Kaninchen den Garaus macht. Er zog dem überraschten Vierbeiner vor den Augen der nicht minder überraschten Schüler zuerst den Hammer über den Kopf und dann das Fell über die Ohren. Anschließend wurde das Tier gegrillt und den Schülern zum Verzehr angeboten!
Diese widerum hatten vorher teilweise schon Unterschriften gegen die Schlachtung gesammelt, doch die Pädagogen ließen sich nicht erweichen: "Eine Mathearbeit könne man ja auch nicht per Petition verhindern."
Ob diese pädagogische Standhaftigkeit die Rechte des Kaninchens verletzte, prüft jetzt die Staatsanwaltschaft.

weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/beruf/bildung/627g72a-reue-fuer-haeschen-schlachtung#.A1000146

Dienstag, 21. Dezember 2010

Das Märchen vom bösen Schulsystem

Was zeigt das folgende Foto?
  1. Die diesjährigen Verlierer der PISA-Studie in einem Meer aus Tränen?
  2. Die diesjährigen PISA-Sieger auf dem Weg zum Erfolg?
  3. Eine Flutkatastrophe in Südostasien?

Mittwoch, 25. August 2010

Schlechtere Schulnoten für "Kevin"

Oldenburg. Vornamen von Kindern können deren Schulnoten beeinflussen. Das haben Oldenburger Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden. Aufgaben, die unter dem Namen Maximilian verfasst wurden, wurden demnach besser bewertet als die gleichen Aufgaben unter dem Namen Kevin, sagte eine Professorin vom Institut für Pädagogik. Für die Studie hatten mehr als 200 Grundschullehrer Texte bewertet. Sie stammten immer von demselben Kind, mal trug es einen mit Vorurteilen belasteten Vornamen, mal einen positiv empfundenen. (dpa)

Montag, 23. August 2010

Zurück in die Arbeit - Der Hartz-IV-Supermarkt

Die Arbeitsagentur Hamburg hat ein neues Modell entwickelt, um Langzeitarbeitslose wieder zurück auf den Arbeitsmarkt zu bringen: den Übungs-Supermarkt. In dem extra eingerichteten Markt trainieren die Hartz-IV-Empfänger für einen Job im Einzelhandel und der Logistik. Wie in einem echten Supermarkt müssen sie Ware bestellen, Regale einräumen und kassieren. Außerdem spielen sie Kunden, um die Supermarkt-"Mitarbeiter" zu testen und das Einkaufen unter Hartz-IV-Bedingungen zu simulieren.

Mittwoch, 17. März 2010

Jeder zweite Schulabgänger nicht ausbildungsreif

Offenbar keine Einzelfälle: Im Entwurf des Berufsbildungsberichts 2010 geht die Bundesregierung davon aus, dass 47,3 Prozent der Schulabgänger nicht reif genug sind, um eine berufliche Ausbildung zu beginnen. Und: Jeder zweite Lehrstellenbewerber hat laut Bericht im Jahr 2008 länger als ein Jahr nach seinem Schulabgang nach einem Ausbildungsplatz gesucht.
Auch für die deutsche Wirtschaft ist das problematisch: Etwa 10.000 Ausbildungsplätze bleiben wegen mangelnder Qualifikation der Bewerber jährlich unbesetzt. In vielen Bereichen fehlt der Nachwuchs mittlerweile dringend.
Woran liegt es, dass es für Unternehmer immer schwieriger wird, junge Leute zu finden, die die notwendigen Voraussetzungen für eine Berufsausbildung mitbringen? Regierung und Wirtschaft sehen die Ursachen dafür in fehlendem Leistungsvermögen und unzureichender schulischer Bildung. Der Kinderpsychiater Michael Winterhoff dagegen glaubt, dass es vielen Schulabgängern an der notwendigen psychischen Reife mangelt. "Diese Jugendlichen bleiben psychisch auf einem Alter von vier bis fünf Jahren fixiert", sagt er. Dies führe dazu, dass es ihnen an einer für das Berufsleben notwendigen Arbeitshaltung sowie einem Sinn für Pünktlichkeit fehle. Die Ursache für die fehlende psychische Reife sieht der Psychiater unter anderem in einem falschen Umgang der Eltern mit ihren Kindern. Eltern wollen heute lieber Partner der Kinder sein als sie zu erziehen. Und das habe eine wachsende Respektlosigkeit zur Folge, sagt Winterhoff. Außerdem führe dieser partnerschaftliche Umgang dazu, dass Jugendliche nicht mehr in der Lage sind, aus Fehlern zu lernen. Obwohl man sie auf Fehler aufmerksam mache, würden sie ihr Verhalten nicht ändern.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Ein Herz für Schüler...

Eine Bonner Lehrerin muss sich demnächst vor dem Amtsgericht verantworten: Die Staatsanwaltschaft hat die Pädagogin wegen besonders schwerer Urkundenfälschung angeklagt. Im April/Mai 2008 soll sie Abitur-Klausuren von acht Schülern verbessert haben. Genauer: In allen acht Arbeiten soll die Lehrerin eines Englisch-Grundkurses orthographische Fehler ausgemerzt haben und die entsprechenden Stellen nicht angestrichen haben.
Die Manipulationen flogen sofort auf, nachdem sie die Arbeiten an die Zweitkorrektorin weiter geleitet hatte. Die Korrekturen seien nicht zu übersehen, "ja geradezu sehr auffällig gewesen", bestätigte ein Ermittler. Die langjährige Lehrerin eines Bonner Gymnasiums soll dabei nur "Gutes" im Sinn gehabt haben. Laut Anklage habe sie die Fehler getilgt, damit "ihre Schüler eine bessere Bewertung und damit auch beruflich bessere Aussichten haben" sollten.
Für Urkundenfälschung im Amt sieht das Strafgesetz mindestens sechs Monate und bis zu zehn Jahre Haft vor. Dennoch hat die Bonner Staatsanwaltschaft das Strafverfahren wegen geringer Schuld zunächst einstellen wollen, wie aus der Behörde zu erfahren war. Aber das Schulamt für die Stadt Bonn bei der Bezirksregierung in Köln soll gegen eine Einstellung plädiert haben; die Aufsichtsbehörde wollte, dass der Fall strafrechtlich geahndet wird.
Ob es bereits dienstrechtliche Konsequenzen für die Lehrerin gegeben hat, war gestern beim Regierungspräsidenten nicht zu erfahren. Nach Rundschau-Recherchen soll die Pädagogin nach wie vor an ihrer Schule unterrichten. Ein erster Prozesstermin vor dem Bonner Amtsgericht war geplatzt, weil eine Zeugin nicht erscheinen konnte. Jetzt muss sich die Lehrerin im Frühjahr erneut den Vorwürfen stellen.

Quelle: Oberbergische Volkszeitung vom 14.01.2010

Samstag, 9. Januar 2010

Spaßprogramm für Reiche statt harter Lehre


In der Türkei gibt seit einigen Jahren einen Boom privater Hochschulen. Allein in Istanbul wurden Dutzende eröffnet. Die Studiengebühren sind hoch. Dafür wird auch viel geboten - außerhalb des Lehrbetriebes, Einpark-Service inclusive. Die Lehre bleibt dabei allerdings oft auf der Strecke... >mehr...

Freitag, 24. Juli 2009

Testen Sie ihr PC-Wissen!

Bis zum 28. Juli öffnet die Bundesagentur für Arbeit die „Lernbörse exklusiv“ für alle Interessierten, sodass die Lernprogramme auch ohne persönliche Registrierung genutzt werden können. Hier geht es zum "PC-Test"!

Sonntag, 12. April 2009

"Brainstorming" wird überschätzt

"Brainstorming" - in den 1950ern vom US-Werbefachmann Alex Osborn institutionalisiert - ist laut neuesten Erkenntnissen reine Zeitverschwendung. An der Universität Utrecht (NL) fand ein Soziologe in Experimenten heraus, dass still für sich Grübelnde nicht nur 20-50 Prozent mehr Ideen hatten als die vermeintlich produktiveren Teams, sondern diese Ideen auch origineller waren. Woran das liegen könnte, lesen Sie hier.
Quelle: FOCUS 5/2009

Mittwoch, 28. Januar 2009

Bonus für Schulschwänzer



Oer-Erkenschwick.
Wenn Eltern in Oer-Erkenschwick künftig vier Wochen lang ihre Kinder pünktlich wecken und in die Schule schicken, gibt es einen Bonus. Wenn sie täglich das Essen auf den Tisch bringen auch.
Und wenn sie in der VHS sich zusätzlich noch darüber informieren lassen, wie Erziehung optimiert werden kann, gibt's ebenfalls Punkte. Gleiches gilt für den Besuch beim Kinderarzt und für den Besuch bei der Schuldnerberatung. Dies fein säuberlich auf einer Karte abgestempelt, kann bis zu 100 Euro bringen.
Das Jugendamt will neue, ungewöhnliche Wege in der Sozialarbeit gehen und ökonomische Mechanismen ausprobieren. Eltern sollen mit finanziellen Anreizen in ihrem Erziehungsauftrag unterstützt werden. Allerdings: Bares wird es nicht geben. Es sind Gutscheine geplant. Damit dafür kein Alkohol oder andere Suchtmittel gekauft werden, haben die Behörden mit den örtlichen Händlern festgelegt, welche Waren es für wie viel Stempel gibt. Der städtische Jugendpfleger Michael Hess hat an Abo-Werbeaktionen von Zeitungen gedacht. „Dort gibt es Dinge, die man nicht unbedingt braucht, die man aber trotzdem gerne hätte.”
In Gesprächen mit der Hauptschulleitern kam immer wieder heraus, dass die Eltern, die es angeht, nicht erreicht werden. „Da haben wir uns gefragt, wie die Wirtschaft Dinge regelt”, sagt Hess. Eben mit Rabatten und Bonuskarten. „Es ist mir klar, dass dies nicht die Probleme löst. Wir hoffen aber, dass Eltern motiviert werden könnten, sich mehr ums Wohl der Kinder zu kümmern.” Man hofft, durch diese Maßnahme auf Heim-Einweisungen verzichten zu können. Die Kosten für einen Monat liegen zwischen 3000 und 8000 Euro. Die Bonuskarte kostet 100 Euro. „Wenn nur eine Einweisung verhindert wird, dann kann eine Menge Geld gespart werden”, so Hess.
Ausgegeben werden soll diese von den neun Schulen, 13 Kindergärten und vom Jugendamt. „Als zusätzliches pädagogisches Mittel”, sagt Hess. Zum Beispiel gehen Sozialarbeiter in Familien und kontrollieren, ob Kinder auch pünktlich zum Schulbesuch geweckt werden. Hilft dies nicht, schalten sich Ordnungsbehörden ein und bringen die Kinder zwangsweise in die Schule. Dass Ordnungsgelder angedroht werden, sei höchst selten.
Die Frage, warum nicht alle Eltern den Bonus bekommen, stellt sich für Hess nicht: „Wir wollen damit gezielt Probleme lösen. Und wo keine sind, muss sie nicht eingesetzt werden.” In Recklinghausen hält Sozialdezernent Georg Möllers zwar nichts von einem Bonussystem. Er setzt zwar aufs Geld, aber auf eine Reduzierung: „Der Staat greift zwar ein, wenn Eltern versagen. Aber ans Kindergeld traut er sich nicht heran. Das wäre aber sinnvoll, wenn nachgewiesen ist, dass Eltern dieses Geld nicht den Kindern zukommen lassen.”

Quelle: Der Westen

Samstag, 16. Februar 2008

Deutsche Kinder und Jugendliche – Opfer ihres Medienkonsums

Gestützt auf eine seit 2005 laufende Untersuchung von 1.000 Berliner Kindern und einem Experiment zu den Auswirkungen unterschiedlicher Freizeitbeschäftigungen auf die Konzentrationsleistung zeigt sich ganz klar:

Je mehr Zeit Schülerinnen und Schüler mit Medienkonsum verbringen und je brutaler dessen Inhalte sind, desto schlechter fallen die Schulnoten aus.

Bereits als Viertklässler verfügen die vier PISA-Verlierergruppen in ihren Kinderzimmern über eine erheblich größere Ausstattung mit Fernseher, Spielkonsole und Computer als ihre jeweilige Gegengruppe. So besitzen die Jungen zu 38 Prozent eine eigene Spielkonsole, Mädchen dagegen nur zu 16 Prozent. Bei Migrantenkindern im Vergleich zu deutschen Kindern fällt hier der Unterschied mit 44 Prozent zu 22 Prozent ähnlich groß aus. Er wächst sogar auf 43 Prozent zu 11 Prozent, wenn wir Kinder aus bildungsfernen Familien (beide Eltern höchstens Hauptschulabschluss) mit solchen aus der bildungsnahen Mittelschicht vergleichen (mindestens ein Elternteil Akademiker).
Beim Fernseher zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Norddeutsche Kinder verfügen zu 42 Prozent über ein eigenes TV-Gerät, süddeutsche nur zu 27 Prozent. 10-Jährige aus Migrantenfamilien liegen mit 52 zu 32 vor den deutschen Kindern. Und erneut ergibt sich der größte Unterschied, wenn wir nach dem Bildungsniveau der Eltern unterscheiden (bildungsfernes Elternhaus: 57 %, bildungsnahe Mittelschicht 16 %).
Als Folge dieser Ausstattungsunterschiede bei Mediengeräten weisen die PISA-Verlierer schon als 10-Jährige und später als 15-Jährige einen weit höheren und auch inhaltlich problematischeren Medienkonsum auf als ihre bei PISA besser abschneidenden Vergleichsgruppen. Dies belegen zwei vom KFN durchgeführte Querschnittsbefragungen von 5.500 Viertklässlern und 17.000 Neuntklässlern.
Welche Konsequenzen müssen daraus gezogen werden?
  • Die Eltern müssen bundesweit über die Schulen gezielt darüber aufklären, wie negativ sich extensiver Medienkonsum auf Schulleistungen auswirkt. Und wir sollten ihnen eine klare Botschaft vermitteln: Bildschirmgeräte gehören nicht ins Kinderzimmer.
  • Der Jugendmedienschutz entfaltet nach wie vor nicht die erhoffte Wirkung. Kinder und Jugendliche kommen relativ problemlos an Filme und Spiele heran, die als jugendgefährdend anzusehen sind. Ein Weg dies zu verhindern, wäre der Einsatz von Jugendlichen als Testkäufer.
  • Wir müssen alles daran setzen, die Nachmittage der PISA-Verlierer vor einem ausufernden Medienkonsum zu retten. Eine nachhaltige Verbesserung der Situation wird nur über die flächendeckende Einführung von Ganztagsschulen zu erreichen sein, die nachmittags primär einem Motto verpflichtet sind: Lust auf Leben wecken durch Sport, Musik, kulturelles und soziales Lernen.
  • Und schließlich müssen wir auf ein gravierendes Problem hinweisen: Die wachsende Computerspielabhängigkeit von Jungen. Wir können deswegen nicht akzeptieren, dass beispielsweise das Spiel „World of Warcraft“ weiterhin ab 12 Jahre frei gegeben bleibt, obwohl inzwischen klar ist, dass 15-jährige Spieler mit diesem Spiel im Durchschnitt pro Tag 4 ½ Stunden verbringen und viele von ihnen in suchtartiges Spielen geraten. Zur Entstehung dieses Phänomens benötigen wir zum einen mehr Forschung, zum anderen Modellversuche zur praktischen Erprobung von Therapie- und Präventionskonzepten.