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Freitag, 31. Juli 2015

Kinderärzte warnen vor Tablets

BERLIN (dpa) - Kinderärzte mahnen: Smartphones, Tablets und Computer bleiben trotz neuester Entwicklungen schädlich für die geistige Entfaltung von Kindern. 
"Wir Kinder- und Jugendärzte sind von deutlichen gesundheitlichen und psychologischen Beeinträchtigungen überzeugt, sehen diese täglich in unseren Praxen", sagte Till Reckert vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) der Deutschen Presse-Agentur. Eine Gefahr liege auch darin, dass Eltern ihre Kinder vernachlässigten, weil ihnen ihre Smartphones wichtiger seien, sagte der Kinder- und Jugendarzt, der stellvertretender BVKJ-Vorsitzender in Baden-Württemberg ist. "Hier werden große Herausforderungen auf uns zukommen." Als Probleme stellen Mediziner einen besorgniserregenden Anstieg an Überforderung, Kopfschmerzen, ADHS und psychischen Erkrankungen fest, der mit der wachsenden Nutzung der digitalen Medien zusammenhänge. "Kinder im Vorschulalter müssen zunächst lernen, mit ihrem Körper, ihren Gefühlen, der Welt und anderen Menschen in immer freierer Weise zurechtzukommen", sagte Reckert. "Bildschirmmedien sind hier eigentlich ausschließlich hinderlich." 

Dienstag, 27. September 2011

560.000 abhängig vom Internet

BERLIN. Sie verweilen in sozialen Netzwerken oder verlieren sich stundenlang in Onlinespielen: Besonders junge Menschen sind laut einer Studie von Internetsucht betroffen. Sie sind im Alter zwischen 14 und 24 Jahren, zum Teil haben sie die Kontrolle über ihre Internetnutzung verloren. Im Extremfall werden Schule, Beruf und echte soziale Kontakte vernachlässigt - auch wenn die überwiegende Mehrzahl nicht internetsüchtig ist.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Computersüchtige Eltern lassen Baby verhungern

In Südkorea wurde ein Paar zu Haftstrafen verurteilt, weil sie ihre drei Monate alte Tochter verhungern ließen, während sie sich im Internetcafé um ein virtuelles Baby gekümmert hatten.
Das Bezirksgericht in der Stadt Suwon, südlich der Hauptstadt Soul, verurteilte den 41 Jahre alten Vater und die 25-jährige Mutter wegen fahrlässiger Tötung zu jeweils zwei Jahren Haft, berichtet die "Huffington Post". Da die Frau schwanger ist, wurde ihre Strafe vorerst ausgesetzt.
Was war passiert: Das südkoreanische Paar verbrachte seine meiste Zeit in einem Internetcafé um dort "virtuelle Familie" zu spielen. Das Computerspiel zog die Eltern so sehr in ihren Bann, dass sie sich kaum noch um ihre Tochter kümmerten, obwohl diese als Frühgeburt besonders viel Pflege gebraucht hätte. Wenn das Kind schrie, wurde es von dem computersüchtigen Paar sogar noch geschlagen, zitiert die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen Richter.
Der Fall erregte in Südkorea auch deswegen die Gemüter, nachdem vorher schon mindestens zwei junge Männer nach pausenlosem Computerspielen gestorben sind. Die Regierung verschärfte daraufhin im April die Gesetze. So müssen sich ab September Computerspiele nach einer gewissen Zeit selbst abschalten. Schätzungen gehen davon aus, dass in Südkorea über zwei Millionen Menschen Computersüchtig sind.