Freitag, 25. Juli 2008

Die lange Suche nach einem Ausbildungsplatz

AUS DEM KREIS. Die Arbeitsagentur hat mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr registriert, die Kreishandwerkerschaft zeigt sich ebenso wie die Industrie- und Handelskammer zufrieden mit der Zahl der bislang eingetragenen Verträge: Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist sehr positiv. Trotzdem klafft auch dieses Jahr wieder eine Lücke zwischen der Zahl der freien Ausbildungsplätze und der Bewerber.

Ende Juni waren bei der Arbeitsagentur 229 Ausbildungsstellen in Oberberg gemeldet, denen 903 Bewerber gegenüberstanden. Tendenz für den Juli: Es gibt weniger unversorgte Bewerber, genaue Zahlen werden aber erst nach Ablauf des Monats bekannt, so Pressesprecher Ortwin Walter. 1026 offene Stellen waren der Agentur insgesamt gemeldet worden - 71 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig sank die Zahl der Suchenden von 2109 auf 1752. "Tendenziell hat sich die Situation verbessert", zieht er einen positiven Vergleich zum Vorjahr.

Auch bei der IHK herrscht Optimismus. "Es sieht momentan richtig gut aus", sagt Regina Bültmann-Jäger, Leiterin für den Bereich Aus- und Weiterbildung in Oberberg. 644 unterschriebene Ausbildungsverträge waren bis zum Stichtag Ende Juni eingegangen. Schon zwei Stunden später lagen 20 neue auf dem Tisch. "Wir sind optimistisch, das hohe Vorjahresniveau zu halten." Bis Ende 2007 waren 1219 Verträge unterschrieben worden.

Ähnliches berichtet auch Marcus Otto, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Er geht davon aus, dass die Zahl der Abschlüsse vom Vorjahr auch dieses Jahr erreicht wird oder noch leicht steigen wird. Bis Ende Juni hat die Handwerkerschaft für das Bergische Land ein Plus von 1,5 Prozent registriert. 2007 hatte es in Oberberg bereits eine immense Steigerung um 17 Prozent gegeben.

Manchmal passen jedoch freie Stellen und Bewerber nicht zueinander. Vor allem im Kreisnorden, in Hückeswagen und Radevormwald, gibt es Stellen, die nicht besetzt werden können, weil die Betriebe schlecht zu erreichen sind, sagt Sarah Wirtherle, Ausbildungsstellenvermittlerin bei der IHK. Oder die Qualifikation das Problem - die Bewerber haben also zu schlechte Schulnoten, zu schlecht beim Einstellungstest abgeschnitten oder seien im Gespräch mangelhaft aufgetreten.

Doch auch wer zum Beginn des Ausbildungsjahres am 1. August noch keinen Vertrag in der Tasche hat, sollte nicht aufgeben. "Es tut sich in den ersten Wochen und Monaten noch einiges", sagt Walter. "Wichtig ist es, am Ball zu bleiben."

Donnerstag, 8. Mai 2008

Neue Töne aus dem Knast

Jetzt hat der Jugendstrafvollzug auch offiziell Einzug ins Internet gehalten. Auf der Seite www.podknast.de finden Interessierte Informationen über das Jugendstrafrecht, den Jugendstrafvollzug und - als besonderen Clou - Podcasts von Insassen der Jugendarrestanstalt Düsseldorf. Das verantwortliche Justizministerium verspricht sich hiervon eine abschreckende Wirkung bei Jugendlichen, aber hört selbst...

Sonntag, 27. April 2008

Girl's Day

Drei "Girls" unserer Schule (auf dem Foto v.l.: Philine Gouranis, Anita Wink und Lisa Kübbeler) verbrachten den Berufsschnuppertag bei der Feuerwehr Gummersbach. Was man als Feuerwehrmann/-frau so den ganzen Tag (= 24 Stunden) macht und wie es den Dreien ergangen ist, lest ihr hier....
Andere waren z.B. an der Gummersbacher Fachhochschule, wo sie in verschiedenen Workshops interessante Erfahrungen sammeln konnten [mehr...]

Samstag, 26. April 2008

Initiative "Kinder-im-Netz"

Immer mehr Kinder nutzen den Computer und auch das Internet. Rund 81 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren haben bereits Erfahrung mit dem Computer gesammelt. Über die Hälfte ist mehr oder weniger regelmäßig online. Bereits ein Drittel der Kinder, die das Internet nutzen, hat Chat-Erfahrung, so die Ergebnisse der KIM-Studie des Forschungsverbunds Südwest aus dem Jahr 2006.
"Für Kinder und Jugendliche bietet das Chatten im Internet besondere Anreize. Sehr häufig unterschätzen sie jedoch die damit verbundenen Gefahren. Gerade im Umgang mit ihren persönlichen Daten sind viele der jungen Chatter oft zu unbedarft und geben beispielsweise Name, Adresse und Alter preis“, so Erwin Hetger, Vorsitzender der Projektleitung Polizeiliche Kriminalprävention und Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg. „Damit spielen sie persönliche Daten in die Hände von Personen, die sich in Chat-Räume einloggen, um sich dort anonym ihre Opfer zu suchen - wie zum Beispiel Pädokriminelle.
Die sexuelle Belästigung - insbesondere von jungen Mädchen - stellt ein großes Problem dar, so die Erfahrung der Polizei. Überaus riskant ist es für Minderjährige, wenn sie sich mit älteren männlichen Chat-Partnern im realen Leben treffen. Gerade deshalb setzt die Initiative in ihrem ersten „Aufklärungsspot“ auf genau diese Zielgruppe.
Viele Eltern wissen oft nicht, wann, wie und wo sich ihre Kinder im Internet tummeln. „Umso wichtiger ist es daher, dass die Kinder und Eltern darüber aufgeklärt werden, wie man sich sicher und trotzdem mit Spaß im Internet bewegt“, so Hetger. Mit dem neuen Spot wollen die Polizeiliche Kriminalprävention und die Deutsche Telekom Kinder und Eltern für die Gefahren beim Chatten sensibilisieren. Bastian Schweinsteiger gibt hierzu wichtige Sicherheitstipps:
  • Chatte am Anfang nicht allein. Such’ einen Chat, bei dem jemand aufpasst.
  • Gehe nicht in Chats für Erwachsene, weil da oft unangenehme Sachen geschrieben werden.
  • Gib’ nicht Namen und Adresse heraus. Ein Spitzname, der nichts über dich verrät, ist enorm wichtig.
  • Triff dich nicht mit den Leuten aus dem Chat und schicke ihnen keine Bilder.
  • Bleib’ immer misstrauisch. Beende den Chat bei komischen Fragen.